{"id":655,"date":"2008-02-14T21:33:46","date_gmt":"2008-02-14T20:33:46","guid":{"rendered":"https:\/\/linux4afrika.de\/?p=655"},"modified":"2017-03-09T13:44:21","modified_gmt":"2017-03-09T12:44:21","slug":"anreise-und-erste-eindruecke-von-dar-es-salaam-von-franz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linux4afrika.de\/?p=655&lang=de","title":{"rendered":"Anreise und erste Eindr\u00fccke von Dar es Salaam von Franz"},"content":{"rendered":"<p>Der Flug spielte sich in 11 bis 12 km H\u00f6he ab bei z.Teil 1100 km\/h. Der Bord-Service war nicht schlecht, es gab immer ausreichend zu trinken, hei\u00dfe T\u00fccher zur Erfrischung und auf jedem Flug ein ordentliches Men\u00fc, sogar mit richtigem Metall-Besteck.<\/p>\n<p><em>Von Frankfurt nach Dubai:<\/em> Shrimp cocktail, Salate der Saison, Tilapia-Fillet mit Kokosnuss und Chilli Salsa auf Basmati-Reis und versch. Gem\u00fcse, Bananenkuchen mit dunkler Schokolade und Sahne, Tee oder Kaffee, Schokolade.<\/p>\n<p><em>Von Dubai nach Dar:<\/em> Ger\u00e4ucherten Lachs mariniert mit gr\u00fcnem Apfelsalat, Gew\u00fcrzte, gegrillte H\u00fchnerbrust mariniert mit Senf und einer Basilikum-Tarragon-Tomatenso\u00dfe, with a medley of vegetable <em>spaetzli<\/em>. Man glaubt es kaum. Vanillecreme mit tropischen Fr\u00fcchten K\u00e4se und Biscuits, Tee oder Kaffee, Schokolade.<\/p>\n<p>Die Ankunft in Dubai war zwar um 02:30 Uhr und der Weiterflug erst 10:50 Uhr, da aber in Dubai Lokalzeit 10:50 abgeflogen wurde, haben die zwei Stunden Zeitdifferenz zur Verk\u00fcrzung der Wartezeit beigetragen.\u00a0An Schlaf in Dubai war nicht zu denken. Es war brechend voll und ein Betrieb wie auf dem Basar. Und trotzdem lagen die Leute, zugedeckt mit T\u00fcchern und Decken auf dem nackten Fu\u00dfboden. Ich konnte dann auch noch einen Liegestuhl ergattern und habe so noch ein wenig vor mich hinged\u00f6st.<\/p>\n<p>Zum Fr\u00fchst\u00fcck habe ich mich von einem Thai-Express-Laden angezogen gef\u00fchlt. Ich habe \u2013 weil es auf der Abbildung nicht schlecht aussah\u00a0\u2013 Kang Kh\u00e4w Wan Koong gew\u00e4hlt. Es war so eine Art Gem\u00fcse mit Shrimps. Aber das war sowas von hot, dass es mir vorkam, als ob der Pfeffer mit meinen Tr\u00e4nen aus den Augen ausgeschwemmt wird. Zwei Colas haben zum l\u00f6schen nicht ausgereicht. Das ganze hat 34 DHS (DubaiShilling) gekostet, was nicht ganz 10 Dollar waren.<\/p>\n<p>Die Fl\u00fcge mit Emirates waren jeweils mit Airbus A330, was recht angenehm war. Das Flugger\u00e4usch war ertr\u00e4glich. W\u00e4hrend des Fluges ist man neben der Werbung f\u00fcr das tolle Unternehmen EMIRATES, auch laufend \u00fcber die entsprechenden Flugdaten wie H\u00f6he \u00fcber Grund, Geschwindigkeit, Windverh\u00e4ltnisse, Temperatur, Flugda\u00fcr, vorgesehene Ankunftzeit usw. informiert worden.\u00a0Auf dem Monitor vor dem Sitz konnte man sich musikalisch und mit Video berieseln lassen und hat auch die M\u00f6glichkeit gehabt \u00fcber eine Front- und Bodenkamera das Geschehen um den Flieger zu beobachten, was bei den Starts und Landungen und bei wolkenlosem Himmel, den es auch gab- ganz interessant war.<\/p>\n<p>Zweimal sind wir in 11000 m H\u00f6he ganz sch\u00f6n durchgesch\u00fcttelt worden, was ich von den bisherigen Inlandfl\u00fcgen so nicht kannte. Die Ankunft in Dar war f\u00fcr mich problemlos und der Visumantrag ging relativ z\u00fcgig von statten.\u00a0Beruhigend war, dass ich nach einiger Zeit unseren Freund Seba unter den Wartenden begr\u00fc\u00dfen konnte. Die Fahrt zum Hotel im rechtsgesteuerten Auto, verf\u00fchrte mich nat\u00fcrlich dazu, zuerst auf der falschen Seite einzusteigen. Aber dann bei offenem Fenster durch Dar zu fahren war f\u00fcr mich schon ein Sinneskitzler.<\/p>\n<p>Das v\u00f6llig ungewohnte Verkehrsverhalten (nicht nur des Fahrers) regte die haptischen und taktilen Sinne, die f\u00fcr die Extremit\u00e4ten zust\u00e4ndig sind (h\u00e4ufiges Mitbremsen oder Augenschlie\u00dfen) an. Dann der beruhigende Griff mit der Hand zum Sicherheitsgurt, der zur\u00fcck signalisiert, dass hier alles ok ist.\u00a0Auch die Eindr\u00fccke, die \u00fcber die Augen aufgenommen werden, sind beeindruckend und z. T. sehr ungewohnt. Und das liegt nicht nur daran, dass alles, wie in einem Zeitraffer, wahnsinnig schnell an einem vorbeirast.\u00a0Man sieht z.B. Hochhaus-Bauten, die nur mit Holzstangen einger\u00fcstet sind, so wie man es ab und zu auf Bildern aus China, mit dem dort verwendeten Bambus kennt.<\/p>\n<p>Reklame neben Reklame, \u00fcberall wo ein Pl\u00e4tzchen es noch zul\u00e4sst. Dabei etwa die H\u00e4lfte davon in der Landessprache, die andere H\u00e4lfte in English. Allerdings ohne das scheussliche Genitiv S wie es z.B in Inka&#8216; s Frittenbude bei uns anzutreffen ist.\u00a0Was fehlt, sind die bei uns \u00fcblichen Offset-Sch\u00fcsseln. Daf\u00fcr sieht man aber sich in abenteuerlicher H\u00f6he befindliche Antennenmasten mit Fernsehantennen sowie vereinzelt riesige Sch\u00fcsseln mit zentralgespeistem LNB.<\/p>\n<p>Und dann die Ger\u00fcche und Ger\u00e4usche die so ein menschlicher Ameisenhaufen mit all seinen Maschinen und Ger\u00e4tschaften im Gewusel produziert und hinterl\u00e4sst. Also auch die olfaktorischen und auditiv-akustischen Sinne wurden angeregt.\u00a0\u00c4hnliches habe ich in den fr\u00fchen siebziger Jahren schon einmal (damals selbst als Driver) in Istanbul erlebt.<\/p>\n<p>Das Hotel, das Seba angesteuert hat, lag in der N\u00e4he des Hafens. <a href=\"http:\/\/www.harbourview-suites.com\" target=\"_blank\">Es ist speziell f\u00fcr Business Bed\u00fcrfnisse ausgerichtet<\/a>. Entsprechend sind auch die vorhandenen R\u00e4umlichkeiten und Zimmer ausgestattet. Selbstverst\u00e4ndlich mit Air-Conditioning. Das habe ich aber sofort abgestell, da ich das Gef\u00fchl hatte, hier wird nur kalte Luft, die vorher an K\u00fchlmittel ausschwitzenden Generator-K\u00fchlrippen vorbeigeleitet wurde, in den Raum gepustet. Und so habe ich, entgegen des Ratschlages meines vor Reiseantritt konsultierten Tropenarztes, die Vorh\u00e4nge beiseite geschoben und das Fenster aufgerissen.<\/p>\n<p>Die Temperatur im Zimmer stieg dann zwar auf 26 C statt der vorgesehenen 19.1 C des Air Conditioners. Die Luft im ca 30 Meter H\u00f6he \u00fcber Grund liegenden Zimmer war nun aber geruchsneutraler, als die zuerst produzierte Air-Cond Luft und die vorhin beschriebene, in den Stra\u00dfen stehende Luft, die zwar durch die Pick Ups umger\u00fchrt, aber durch den dabei hinterlassenen Qualm scheinbar immer dicker wurde.\u00a0Nun stand ein ausgiebiger Duschgang an, bevor ich im Bett vesank.<\/p>\n<p>Meine Armbanduhr war noch auf MESZ eingestellt und ich hatte das Gef\u00fchl, dass meine innere Uhr ebenso tickte. Mehrmals bin ich in der Nacht aufgewacht und f\u00fchlte mich richtig gut ausgeschlafen, obwohl es eigentlich die Zeit ist, zu der ich \u00fcblicherweise erst ins Bett gehe. Die Ger\u00e4usche, die von drau\u00dfen durch das offene Fenster zu h\u00f6ren waren, konnten nicht der Grund des Aufwachens sein. Sie waren f\u00fcr eine Gro\u00dfstadt erstaunlich ged\u00e4mpft. Ein Blick aus dem Fenster best\u00e4tigte dies. Wenig Traffic auf den Stra\u00dfen, keine Aktivit\u00e4t im nahegelegenen Hafen auszumachen.<\/p>\n<p>Das erste nennenswerte Ger\u00e4usch zu dieser Zeit war der Ruf des Muezzins um 5:23 lokal Zeit. Um 6 Uhr l\u00e4uteten die Glocken der nahe gelegenen Kirche. Es war Zeit aufzustehen.\u00a0Fr\u00fchst\u00fcck gab es im 11. Stock. Es war ein \u00fcppiges Buffet angerichtet. Man konnte an kleinen Tischen sitzen, oder am Fenster stehend das Fr\u00fchst\u00fcck einnehmen.<\/p>\n<p>Hier hatte man einen Blick auf die Stadt und das aufkommende Treiben. Da ich f\u00fcr diese eine Nacht meinen Koffer erst gar nicht ausgepackt hatte, war ich auch schnell f\u00fcr das bevorstehende pick up durch Paul stand by. Noch ein kurzes Zurechtzupfen des Bettes und ich war abreisebereit.<br \/>\nDoch was war das?! Zwei kleine Blutflecken auf dem Bettlaken, in der H\u00f6he, wo ich mit den Schultern gelegen haben muss, lie\u00dfen mich doch an den Doc, seine Ermahnung und das offene Fenster denken. Eines dieser Viecher fand ich auch noch als erdr\u00fcckte Leiche. Es war aber so winzig, dass es wohl kein Moskito sein konnte.<\/p>\n<p>Paul steht an der Rezeption &#8211; let us go to Bagamoyo. Kuna gari kwenda Bagamoyo.<\/p>\n<p>CU later,<br \/>\nFranz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Flug spielte sich in 11 bis 12 km H\u00f6he ab bei z.Teil 1100 km\/h. Der Bord-Service war nicht schlecht, es gab immer ausreichend zu trinken, hei\u00dfe T\u00fccher zur Erfrischung und auf jedem Flug ein ordentliches Men\u00fc, sogar mit richtigem Metall-Besteck. Von Frankfurt nach Dubai: Shrimp cocktail, Salate der Saison, Tilapia-Fillet mit Kokosnuss und Chilli Salsa auf Basmati-Reis und versch. [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[233,172,170],"class_list":["post-655","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-projektberichte","tag-bagamoyo","tag-dar-es-salaam-de","tag-tansania"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=655"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/655\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":658,"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/655\/revisions\/658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/linux4afrika.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}